Diaula vom Laas reist nach Deutschland

Nachdem bereits Strolch übers Internet verkauft wurde, hat nun auch Diaula auf demselben Weg Glück gehabt. Ein Mail aus Deutschland kündigte uns an, dass Diaula gekauft werden wollte. Frau Dannhauser hatte sie einfach per Foto ausgewählt. Innerhalb einer Woche mussten wir die Reisepapiere erstellen lassen. Das ist bei Pferden weitaus komplizierter als bei Menschen: Diaula brauchte nicht nur einen Abstammungsausweis und einen Pferdepass, der ihr Aussehen genaustens dokumentiert, auch ein Gesundheitsattest vom Tierarzt, eine Meldung ans kantonale Veterinäramt sowie eine Verkäuferbestätigung gehörten zur Ausstattung. Es brauchte einige Telefonate, aber alles wurde rechtzeitig fertig.

Am Sonntagabend trafen Diaulas neue Besitzer bei uns ein. Sie freuten sich, Diaula zu sehen und meinten, sie hätten das hübscheste und liebste unserer drei Fohlen ausgewählt. (Wahrscheinlich wäre die neue Besitzerin von Strolch da anderer Meinung). Am Montag ging die Reise los. Diaula stieg brav in den Anhänger, regte sich dann ein wenig auf, weil sie ganz allein war. Beim Fahren war sie aber wieder ruhig. Und wir blieben zurück, etwas traurig vom Abschied, aber froh, dass Diaula zu netten Leuten kommt. Noch am selben Abend schrieb uns Frau Dannhauser, dass alles gut gegangen sei. Diaula habe während der Fahrt Heu gefressen und konnte zweimal getränkt werden, bis sie gegen Abend in der neuen Heimat angekommen sei. Dort übernachtete sie in einer Einzelbox, um sich in Ruhe einzugewöhnen. Heute durfte sie ihre neuen Freunde kennen lernen. Sicher werden wir gelegentlich von ihr hören, und wer weiss, vielleicht schaffen wir es einmal, sie zu besuchen.

 


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